Edeka Südwest Tüten-Aktion 2020 erbrachte 50.000 Tüten für die Tafeln

Die Tafelaktion von Edeka Südwest, bei der Kunden Taschen mit haltbaren Lebensmitteln zugunsten der Tafeln erwerben können, fiel in diesem Jahr in eine besondere Zeit.

Wie in den Jahren zuvor hat Edeka Südwest in Abstimmung mit den Landesverbänden eine Einkaufstüte mit haltbaren Lebensmitteln zusammengestellt. Diese Produkte werden aufgrund ihrer Haltbarkeit grundsätzlich eher selten gespendet.

In den ersten beiden Märzwochen 2020 konnten Edeka-Kunden und Kundinnen die vorgepackten Tüten zu einem Preis von je fünf Euro erwerben und an der Sammelstelle im Markt abgeben. Der Edeka-Markt vor Ort gab die gesammelten Lebensmittelspenden anschließend an eine Tafel in seiner Umgebung weiter. Obwohl die Aktion genau in den Zeitraum fiel, in der die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln in Deutschland anstieg, konnten die Märkte insgesamt rund 50.000 Tüten übergeben.

So konnten auch 2020 in der Corona-Pandemie viele Tafelgäste in Rheinland-Pfalz und Saarland von der Tütenaktion profitieren.

Über die Tüten-Aktion hinaus unterstützt Edeka Südwest die Arbeit des Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland auch finanziell mit 10.000 €.

Wir bedanken uns bei allen Kundinnen und Kunden und der Edeka Südwest für diese hilfereiche Unterstützung der Tafelarbeit in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Sabine Altmeyer-Baumann

Vorsitzende

Offener Brief an Frau Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie und Ansprechpartnerin der Tafeln für die Landesregierung von Rheinland-Pfalz

Offener Brief an Frau Ministerin Sabine Baetzing-Lichtenthäler

Aldi Süd spendet 1.000 Lebensmittelgutscheine an die Tafeln in Rheinland-Pfalz und Saarland Ostern 2020

Im Wert von 20.000 € spendete ALDI Süd 1.000 Einkaufsgutscheine an die Tafeln in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Mit dieser Aktion unterstützt Aldi Süd bedürftige Menschen und Familien, die auf das Angebot der lokalen Tafeln angewiesen sind. „Die Corona-Krise macht auch vor den Toren der Tafeln nicht halt. Im Rahmen einer jetzt notwendigen kontaktreduzierten Tafelarbeit ist diese Weitergabe von Gutscheinen eine tolle Gelegenheit, weiterhin Menschen in Not zur Seite zu stehen“, freut sich Sabine Altmeyer-Baumann, Vorsitzende der Tafeln Rheinland-Pfalz und Saarland.

Vielen Dank für diese Unterstützung!

Sabine Altmeyer-Baumann

Vorsitzende Landesverband

 

Tafel Deutschland: Tafeln schließen wegen der Ausbreitung des Coronavirus und rufen zur Solidarität in der Bevölkerung und Unterstützung durch die Politik auf

Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland e.V.

Info zu Öffnungszeiten Ihrer Tafel vor Ort

Der Landesverband weist darauf hin, dass zur Zeit jede Tafel ihre Öffnungs- und Schließungszeiten täglich an die aktuelle Situation vor Ort anpassen kann. Bitte beachten Sie deshalb vor einem Besuch ihrer Tafel, die örtliche Presse, soziale Medien oder die Homepage der Tafel. Vielen Dank für ihr Verständnis.

Großteil der Ehrenamtlichen gehört zur Risikogruppe

Die Ausbreitung des Coronavirus wird auch für die Tafeln in Deutschland zur Herausforderung und führt zu immer mehr Tafel-Schließungen im ganzen Land. Um die 1,6 Millionen bedürftigen Tafel-Nutzerinnen und -Nutzer jetzt nicht alleine zu lassen, ruft die Organisation zu einer Welle der Solidarität auf. Von der Politik erwarten die Tafeln finanzielle Unterstützung.

In den Tafeln kommen viele Menschen in teils engen Räumen zusammen. Besonders herausfordernd ist es für die Tafeln, dass rund 90 Prozent der 60.000 Ehrenamtlichen zu den lebensälteren Menschen und damit zur schützenswerten Gruppe gehören. Etwa 30 Tafeln haben daher bereits ihre Lebensmittelausgabe vorübergehend eingestellt (Stand 13.03., 13:30 Uhr). „Unsere 949 Mitgliedstafeln stehen vor der schweren Herausforderung, wie sie Ehrenamtliche sowie Kundinnen und Kunden vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen und zugleich die 1,6 Millionen Tafel-Nutzerinnen und -Nutzer weiter unterstützen können. Denn Tafeln sind keine Vergnügungsangebote wie Fußballspiele. Die Menschen, die zu uns kommen, brauchen die Unterstützung. Doch genau die kann jetzt auch zur Gefahr für die Gesundheit werden“, sagt Jochen Brühl.

An die Bevölkerung und Politik wendet er sich mit einem Appell: „Die Tafel-Arbeit wird von älteren Menschen getragen. Jeden Tag leisten sie freiwillig körperlich und psychisch anspruchsvolle Hilfe und einen wertvollen Dienst an der Gesellschaft. Männer und Frauen im Rentenalter schleppen, säubern und sortieren nicht nur die Lebensmittel, sondern wenden sich unseren Kundinnen und Kunden zu. Diese sind oftmals einsam und ausgegrenzt. Jetzt brauchen die helfenden Lebensalten unseren Schutz, unsere Solidarität und Unterstützung. Ich möchte jüngere Menschen motivieren, die kurzfristig auftretende Lücke der Hilfe zu füllen und sich zu engagieren“, sagt Jochen Brühl.

Tafeln könnten beispielsweise Unterstützung brauchen, um Lieferdienste einzurichten oder auszuweiten sowie Lebensmittel in Tüten oder Pakete zu packen und im Hof unter freiem Himmel auszugeben. Es seien jetzt kreative Lösungen gefragt, um Sozialkontakte bei der Lebensmittelausgabe so weit wie möglich zu reduzieren.

Nach wie vor bekommen Tafeln zum Teil deutlich weniger Lebensmittel gespendet. Noch immer scheinen sich die Vorratskäufe der Menschen auszuwirken.

Für die Tafeln bedeuten Schließungen auch wirtschaftliche Probleme, denn sie finanzieren sich neben Spenden über die (symbolischen) Beträge, die Nutzerinnen und Nutzer für die Lebensmittel zahlen. Auch wenn die Tafeln geschlossen haben, laufen Kosten wie Miete für Ausgabestellen und Lager, Versicherung für die Fahrzeuge etc. weiter. „Wir erwarten, dass die Politik unsere gemeinnützige Organisation jetzt unterstützt, um langfristige Schließungen der Tafeln zu verhindern“, so Jochen Brühl.

Tafel Deutschland e. V.

Lebensmittel retten. Klima schützen. Menschen helfen.

Die über 940 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Händlern und Herstellern und verteilen diese regelmäßig an mehr als 1,6 Millionen bedürftige Menschen im ganzen Land. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Verschwendung und Armut. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland e. V.

Tafeln schließen wegen Coronavirus - Saarbrücker Zeitung, 17.03.2020

Saarbrücken/Mainz (dpa) Wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben einige Tafeln ihre Lebensmittelausgabe für Bedürftige ausgesetzt. Bis Montagvormittag sein zwölf Standorte in Rheinland-Pfalz und sechs im Saarland betroffen gewesen, sagte die Vorsitzende des Landesverbandes der Tafeln Rheinland-Pfalz/Saarland, Sabine Altmeyer-Baumann. Eine Schließung habe schwerwiegende Konsequenzen für die Gäste. Grund für die Schließung sei vor allem das Alter vieler ehrenamtlicher Helfer. Die Mehrzahl der 4700 in Rheinland-Pfalz sei über 60 Jahre alt.